Architekturgeschichte
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
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Das
Jägerehrenmal im Aschaffenburger Schöntal –
Die kurze Geschichte einer nationalsozialistischen
Planung
Die Verbundenheit des 2. Bayerischen Jägerbataillons mit Aschaffenburg hatte eine lange Tradition. Die Jäger, die auf Einsätze im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und umfangreiche Beteiligung an Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg zurückschauen konnten[1], waren erstmals 1825 und seit 1891 ständig in Aschaffenburg stationiert[2]. Eine – aus heutiger Sicht – nicht ganz so lange Tradition kann die Aschaffenburger Diskussion um ein angemessenes Denkmal für die Gefallenen des 2. Jägerbataillons aufweisen. Zur Mitte des Jahres 1924 organisierten sich auf Anregung des damaligen Oberbürgermeisters Geheimrat Dr. Matt[3] der Ehemaligenverband der Jäger und Honoratioren der Stadt, um erstmals Pläne für ein Ehrenmal zu entwickeln. Während die Finanzierung des Vorhabens durch die Aschaffenburger Industrie[4] in einem angemessenen Umfang sichergestellt werden konnte, waren die Details der Realisierung umstritten. Dies galt bereits für die Form des Denkmals. Die Errichtung von figürlich ausgearbeiteten Soldaten schied aufgrund der hierbei entstehenden Kosten aus; daneben unterschieden sich die Jäger im Ersten Weltkrieg in ihrer militärischen Ausstattung nicht mehr von Infanteristen, da der für die Jäger typische Tschako[5] durch den Stahlhelm ersetzt worden war[6]. Um trotzdem eine den Jägern angemessene Symbolik zu erreichen, entwarf der Aschaffenburger Bildhauer Otto Rudolph Gentil (1892-1969) in Anlehnung an das Hubertusmotiv einen im Stil der Zeit expressionistisch gestalteten Hirsch aus Bronze mit Hubertuskreuz[7].
Eine
„neue“ Zeit, ein neues Ehrenmal Für einige Jahre schlossen die Kritiker zumindest in der öffentlichen Diskussion ihren Frieden mit dem Denkmal, für das sich allerdings in verspottender Weise der Spitzname „Kukirol-Hirsch“ etablierte; ob eine Ähnlichkeit mit der damaligen spitzbärtigen und mit markanten Augenbrauen ausgestatteten Werbefigur für das Hühneraugenmittel Kukirol zu diesem Namen inspirierte oder ob die Marke mit einem vergleichbaren Hirschmotiv beworben wurde, ist heute unklar. Jedenfalls erhielten die Kritiker mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten die Einflussmöglichkeiten, um einen abweichenden, größeren Entwurf umzusetzen[17]. Erneut gab es in der zuständigen Kommission aus Oberbürgermeister und Verein der ehemaligen Jäger die bereits bekannte Diskussion um den Standort. In Erwägung wurden zunächst Standorte in Verbindung mit dem Kornhäuschen und der Kastanienallee oder der Ecke Grünewaldstraße/Würzburgerstraße gezogen[18], der aktuelle Standort am Schlossturm fand nach Aussage des Autors der gleichgeschalteten Aschaffenburger Zeitung vom Januar 1936 weder Anklang bei der Bevölkerung noch bei den Angehörigen des 2. Jägerbataillons[19]. Schließlich entschied man sich für den Magnolienhain im Schöntal[20].
Nachdem
der Prüfungsausschuss die
Pläne von Keilmann und Gentil bevorzugte, lag die Entscheidung
über die
Änderungen und somit den Baubeginn beim Staatsministerium des
Innern. In einem
Brief vom 22. Februar an den Aschaffenburger Oberbürgermeister[31] kritisierte der
zuständige Ministerialbeamte Hagen die
vorgelegten und bereits
in der Aschaffenburger Zeitung veröffentlichten
Pläne, konnte aber auch
gleichzeitig die Veränderungsvorschläge von Kurt
Schmid-Ehmen mitteilen:[32] „1.)
Die vor der Mauernische geplanten
katafalkartigen Steinblöcke mit den Reliefdarstellungen und
die einzelnen,
längs der Rückseite des Platzes vorgesehenen
Gedenktafeln sind wegzulassen, um
einen friedhofartigen Eindruck der Hainanlage zu vermeiden und diese in
ihrem
bestehenden Charakter möglichst zu erhalten. Die Namen der Gefallenen können auf der inneren Mauerfläche der Nische eingeschrieben werden […]. 2.) Den auf hohen Steinpostamenten gedachten Kriegerfiguren kann ich in dieser Anordnung nicht zustimmen; zwei Kriegerplastiken können als symbolische Wächter an oder in der Nischenmauer aufgestellt werden, sie dürfen aber die Mauer nicht überragen[…]. Bildhauer Kurt Schmid-Ehmen, Senator der Reichskulturkammer (ist) zuzuziehen, […] seinen Weisungen müßte bei der Ausführung der Plastiken Rechnung getragen werden.3.) Der Treppenaufgang von der Würzburger Straße zur Gedenkstätte ist nach dem Model, das nach den Zeichnungen des Bauamtes der Verwaltung der staatlichen Schlösser hier angefertigt wurde, auszuführen; […].“
Der Pfingstsonntag des Jahres 1936 war ein sonniger Tag. Bereits morgens um viertel nach Acht[40] trafen sich die Mitglieder der verschiedenen politischen und militärischen Organisationen am Schlosshof, um sich für den Aufmarsch am Ehrenmal und einen vorherigen Gottesdienst zu versammeln; darunter waren „Ehrenstürme der SA., SS und des Arbeitsdienstes […], der Reichskriegerbund, der Soldatenbund, das Feld-Jägerbataillon, die marschfähigen Kriegsopfer und Kriegsbeschädigten“[41]. Um 9.30 Uhr nahmen die Formationen Aufstellung und marschierten zum Ehrenmal, wo sich bereits nach der vorgegebenen Platzordnung mehrere hundert geladene Gäste[42] eingefunden hatten, während die ebenfalls zahlreichen erschienene Aschaffenburger bei diesem Anlaß keine Gelegenheit hatten, aus geringer Distanz dem Ablauf zu folgen. Nur Inhaber von Ehren- und Hinterbliebenenkarten waren zur Teilnahme an der Ehrenmalweihe zugelassen[43].
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Tage des Ehrenmals schnell gezählt. Am 26. April 1947 veröffentlichte der Stadtrat in seinen Mitteilungen die Kontrollratsverfügung Nr. 30[52], nach der alle Naziembleme in der Öffentlichkeit zu entfernen seien (in diese Anweisung wurden am 24. Mai 1947 mit den Mitteilungen Nr. 103 ausdrücklich „Grabkreuze, Grabdenkmäler usw.“ einbezogen)[53]; zu diesem Zeitpunkt stand das Ehrenmal bereits nicht mehr – der Zeitpunkt des Abrisses ist jedoch nicht bekannt[54].
Als in
den 80er Jahren die
Aschaffenburger Ringstraße gebaut wurde, stießen
die Bauarbeiter auf Steinplatten
und bearbeitete Sockelsteine, deren Herkunft unklar war.
Ordnungsgemäß wurde
ein Mitarbeiter des Stadtmuseums zur Baustelle gerufen, um die Funde zu
sichern[74].
Seitdem liegt im Stadtmuseum der Sockelstein des mittleren Risalits Danksagung
Der
Autor möchte sich an dieser Stelle für die
freundliche Unterstützung
durch Herrn Peter Fraundorfer bedanken, der Schriftstücke aus
dem Nachlass von
Kurt Schmid-Ehmen zur Verfügung gestellt hat, welche im
Aschaffenburger Stadt-
und Stiftsarchiv aufgrund von Kriegseinwirkungen nicht mehr vorliegen.
Darüber
hinaus geht der Dank an Herrn Martin Höpfner vom Stadtmuseum,
der eine ganze
Reihe von Hinweisen zum Verbleib des Ehrenmals gab.
[1]
O.V.: Festschrift zum
Jägergedenktag. Hundert Jahre 2. Bayer.
Jäger-Bataillon Aschaffenburg am 15.,
16. und 17. August 1925, o.O, o.J..
[2]
Ebd., S. 10.
[3]
Aschaffenburger
Volksblatt, 4. Juli 1959.
[4]
Ebd.
[5]
Tschako, von ungarisch:
„csákó“,
haubenartige militärische Kopfbedeckung aus Leder oder Filz.
[6]
Beobachter am Main, 5.
August 1925, S. 3.
[7]
Ebd.
[8]
Stadt- und Stiftsarchiv
Aschaffenburg, Zeitungsausschnittsammlung: Otto Gentil in Lebensdaten,
o.J.,
o.O.
[9]
Otto Leitolf studierte
Hochbau und Architektur in Karlsruhe und München. 1911 kam er
als
Bauamtsassessor zum Landbauamt Aschaffenburg und bearbeitete nach dem
Ersten
Weltkrieg die Hochbauten der Mainkanalisation der Stadt. Ab dem 1. Mai
1919 bis
zur Zerstörung des Gebäudes am 22. November 1944
leitete er als Direktor die
Aschaffenburger Meisterschule für Bauhandwerker. Nach dem
Zweiten Weltkrieg
lebte Leitolf zunächst in Kirchheim bei Würzburg und
ab 1950 bis zu seinem Tod
in Schleching in Oberbayern. Seine wichtigsten Planungen für
Aschaffenburg sind
neben den Bauten der Kanalisation die Wohnkolonie an der Obernauer
Straße sowie
das Hitlerjugendheim mit Jugendherberge (heute Musikschule). Daneben
plante er
überregional eine ganze Reihe von privaten und
öffentlichen Gebäuden, darunter
das Bezirksamt in Marktheidenfeld, den Moosburger Wasserturm sowie das
Säuglingsheim des Roten Kreuzes und die Handwerkskammer in
Würzburg. Der
Wiederaufbau der dortigen Stephanskirche nach dem Zweiten Weltkrieg lag
in
seiner Verantwortung; siehe: Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg
e.V.
(Hrsg.): Aschaffenburger Jahrbuch, Bd. 15, Aschaffenburg 1992, S.
209ff.
[10]
Ebd.; Gentil hat an
einigen von Leitolfs Bauwerken Gestaltungsakzente setzen
können; hier sind
beispielsweise die Wohnkolonie an der Obernauer Straße und
das Hitlerjugendheim
zu nennen.
[11]
Hier und im Folgenden
zitiert aus: Beobachter am Main, 5. August 1925, S. 3.
[12]
Ebd.
[13]
Aschaffenburger
Volksblatt, 4. Juli 1959.
[14]
Ebd.
[15]
Aschaffenburger Zeitung,
11./12. Januar 1936, S. 3; auch wenn die Aschaffenburger Zeitung
für diesen
Artikel teilweise die einzige Quelle darstellt, ist zu
berücksichtigen, dass
sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten als
Parteiorgan
gleichgeschaltet war und damit nicht den heutigen Ansprüchen
an Unabhängigkeit
und Objektivität genügt.
[16]
Volkszeitung, 18. August
1925, S. 5. Während die Jäger unbehelligt feiern
konnten, wurde ein am selben
Tag aus Mainz kommender Gesangsverein von 80 Mann Landpolizei, unter
anderem
bewaffnet mit drei leichten Maschinengewehren, empfangen; die Volkszeitung berichtet
weiter, dass an
dem Jägertreffen „Hakenkreuzler aus Darmstadt,
Frankfurt usw.“ teilgenommen
hätten, welche sich am Abend auf dem Bahnhof
„viehisch benahmen“ wobei sich
„keine Landpolizei sehen“ ließ und
„man […] die Abwehr dieses Gesindels der
Bahnhofspolizei“ überließ.
[17]
Aschaffenburger
Volksblatt, 4. Juli 1959.
[18]
Aschaffenburger Zeitung,
11./12. Januar 1936, S. 3.
[19]
Ebd.
[20]
Aschaffenburger Zeitung,
11./12. Januar 1936, S. 3.
[21]
Eugen Henke wurde um 1890
in Wuppertal-Elberfeld geboren, studierte ab 1910 in München
Bildhauerei und
nahm als Infanterist am Ersten Weltkrieg teil. Er war als Zeichner
für die
Zeitschriften „Jugend“ und „Fliegende
Blätter“ tätig. Seine bekanntesten Werke
als Bildhauer sind das „Abschiednehmende
Paar“ an der Urnenhalle des Münchner Ostfriedhofs
und „Sterbender Krieger“ des
Detmolder Ehrenhains; siehe: VOLLMER, Hans (Hrsg.): Allgemeines Lexikon
der
Bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts,
Bd. 2, Leipzig 1955, S. 418; RUPPERT, Andreas:
Kriegerdenkmäler in
Detmold, in: Rosenland. Zeitschrift für lippische Geschichte,
Nr. 2, Oktober
2005, S. 10ff.; HENKE, Eugen: Der Bildhauer Eugen Henke über
sich selbst, in:
ALVERDES, Paul (Hrsg.): Das Innere Reich. Zeitschrift für
Dichtung, Kunst und
deutsches Leben, März 1941, S. 676ff.
[22]
Ferdinand Keilmann jun.
wurde am 24. Juli 1907 in Würzburg geboren und lebte ab 1915
in Aschaffenburg.
Durch eine Rachitis – ausgelöst durch
Mangelernährung im Ersten Weltkrieg – war
er von Kind an schwerhörig und konnte so eine Ausbildung zum
Pianisten nicht
absolvieren. Er studierte nach einer Tischlerlehre ab 1925 in Offenbach
Architektur bei Hugo Eberhardt und arbeitete im Jahr 1928 im Atelier
von Otto
Leitolf; in dieser Zeit war er unter anderem für die
Innengestaltung des
Säuglingsheims in Würzburg zuständig. Von
1930 bis 1933 studierte er in Weimar
unter Ernst Neufert und Paul Schultze-Naumburg und war von 1933 bis
1936
zunächst als Volontär und später mit
stundenweiser Entlohnung im
Aschaffenburger Stadtbauamt beschäftigt. In diesen drei Jahren
engagierte er
sich als Ortsgruppenamtsleiter und Pressewart in der NSDAP-Ortsgrupppe
Aschaffenburg-West;
siehe: KEILMANN, Arne: Der Architekt Ferdinand Keilmann im Systemwandel
des 20.
Jahrhunderts, unveröffentlichte Diplomarbeit, Bochum 2001. Ein
Exemplar dieser
Arbeit findet sich im Aschaffenburger Stadt- und Stiftsarchiv, der
komplette
Text auch unter www.architektur-geschichte.de.
[23]
Aschaffenburger Zeitung,
8. Juli 1933, S. 3.
[24]
Aschaffenburger Zeitung,
11./12. Januar 1936, S. 3.
[25]
Ebd. Die Formulierung im
genannten Artikel lässt den Schluss zu, dass die Diskussionen
im
Prüfungsausschuss kontrovers geführt wurden und
einzelne Beteiligte mit der
Entscheidung nicht einverstanden waren.
[26]
Kurt Schmid-Ehmen wurde
am 23. Oktober 1901 in Torgau an der Elbe geboren. Er studierte
zwischen 1918
und 1931 Bildhauerei in Leipzig und München und absolvierte
zwischenzeitlich
eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer in Weimar. Bereits vor
seinem
dreißigsten Lebensjahr konnte er eine Reihe Ankäufe
und Preise realisieren und
avancierte durch seine zahlreichen Beauftragungen zur Gestaltung von
Reichssymbolen zu einem der wichtigsten Bildhauer in der Zeit des
Dritten
Reiches. Nach 1945 bestritt er seinen Unterhalt durch die Gestaltung
von
Grabmalen und sakralen Arbeiten, während seine Werke keinen
Eingang mehr in
öffentliche Museen und Sammlungen fanden. Schmid-Ehmen starb
am 15. Juli 1968
in Starnberg; siehe: www.schmid-ehmen.com/leben.html
sowie: www.meaus.com/94-schmid-ehmen.htm.
[28]
Hitler nutzte diesen
300m² großen Raum so gut wie nie als Arbeitszimmer.
Insgesamt war die Neue
Reichskanzlei viel mehr eine architektonische Inszenierung als ein
funktionales
Gebäude.
[29]
Auch im Inneren der Neuen
Reichskanzlei war Schmid-Ehmen vertreten; beispielsweise mit
Bronze-Emblemen
über den Türen zu Hitlers Arbeitszimmer; siehe SPEER,
Albert (Hrsg.): Die neue
Reichskanzlei, München, o.J.
[30]
www.meaus.com/94-schmid-ehmen.htm;
Abbildungen der von Schmid-Ehmen gestalteten Reichssymbole finden unter
anderem
in: SPEER, Albert: Neue Deutsche Baukunst, Berlin 1941; SPEER, Albert:
Die neue
Reichskanzlei, a.a.O.; häufige Erwähnung mit
Beschreibung der einzelnen
baulichen Objekte in: Weihsmann, Helmut: Bauen unterm Hakenkreuz.
Architektur
de Untergangs, Wien 1998.
[31]
Nachlass Kurt
Schmid-Ehmen, Staatsministerium des Innern an den
Oberbürgermeister der Stadt
Aschaffenburg, 22. Februar 1936.
[32]
Ebd.
[33]
Nachlass Kurt
Schmid-Ehmen, Der Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg an
das
Staatsministerium des Innern, 3. März 1936.
[34]
Ebd.
[35]
Ebd.
[36]
hier und im Folgenden:
Aschaffenburger Zeitung, 16./17. Mai 1936, S. 6.
[37]
Ob der Reichsadler von
Gentil oder Schmid-Ehmen ausgeführt wurde, ist heute nicht
mehr feststellbar.
[38]
Aschaffenburger Zeitung,
16./17. Mai 1936, S. 6.
[39]
Ebd.
[40]
Aschaffenburger Zeitung,
30./31. Mai 1936, S. 3.
[41]
Aschaffenburger Zeitung,
2. Juni 1936, S. 4.
[42]
Aschaffenburger Zeitung,
30./31. Mai 1936, S. 3; unter den Augen der politischen Leiter
formierten sich
die geladenen Gästen, die direkt am Ehrenmal und auf der
angrenzenden
Würzburger Straße Aufstellung nehmen durften:
Angehörige der Gefallenen und
Schwerbeschädigte, Wehrmacht, Arbeitsdienst, NSDAP,
Reichskriegerbund,
Soldatenbund und in zentraler Position sämtliche Bataillone
der Jäger.
[43]
Aschaffenburger Zeitung,
30./31. Mai 1936, S. 3.
[44]
Aschaffenburger Zeitung,
2. Juni 1936, S. 4.
[45]
NSKOB:
Nationalsozialistischer Kriegsopferbund.
[46]
Aschaffenburger Zeitung,
2. Juni 1936, S. 4.
[47]
Aschaffenburger Zeitung,
30./31. Mai 1936, S. 3. Das Programm des Tages spricht für 12
Uhr von „Mittagstisch
nach freier Wahl“.
[48]
Aschaffenburger Zeitung,
2. Juni 1936, S. 4. Schmid-Ehmen wird, falls er den Artikel gelesen
hat, ob der
falschen Schreibweise seines Namens nicht begeistert gewesen sein.
[49]
Aschaffenburger Zeitung,
9. November 1937; das abgedruckte Foto zeigt Kreisleiter Wohlgemuth
zusammen
mit dem Standortältesten Oberst Schellert bei einer
nächtlichen
Kranzniederlegung.
[50]
Aschaffenburger Zeitung,
14. März 1938.
[51]
Im Gegensatz zu Eugen
Henke, der für Detmold eine Soldatenfigur geschaffen hat,
bestand bei Otto
Gentil wohl keine stärkeres Interesse, die Fertigstellung der
Figuren
voranzutreiben.
[52]
Stadt- und Stiftsarchiv
Aschaffenburg; Mitteilungen des Stadtrates Aschaffenburg Nr. 99, 26.
April
1947.
[53]
Stadt- und Stiftsarchiv
Aschaffenburg; Mitteilungen des Stadtrates Aschaffenburg Nr. 103, 24.
Mai 1947.
[54]
Da in den ersten Monaten
nach dem Krieg ausschließlich vom „Military
Government Aschaffenburg“ autorisierte
Zeitungen und Mitteilungsblätter erschienen und die Demontage
des Ehrenmals
augenscheinlich nicht zu den mitteilungswürdigen Informationen
gehörte, liegt
das genaue Datum im Dunkeln.
[55] Main-Echo, 14. Juni 1949.
[57]
Main-Echo, 18. Januar
1951.
[58]
Aschaffenburger
Volksblatt, 6. Mai 1955. Der Artikel mit dem Titel
„Entnazifiziert“
polemisierte über die Geschichte der
„Partei-Treppe“, die zwar nach Goebbels
benannt worden sei, obwohl dieser nie auf ihr gestanden habe. Da sich
die Bevölkerung
nach dem Abriss über den fehlenden Zugang zum
Schöntal von der Würzburger
Straße beschwerte, wurde die noch heute vorhandene, um ca.
150m nach links
versetzte Treppe errichtet.
[59]
Main-Echo, 18. Januar
1951.
[60]
Nach Aussage des
Restaurators im Stadtmuseum, Herrn Martin Höpfner, sollen sich
die Fundamente
des Ehrenmals noch heute am angestammten Platz befinden.
[61]
Main-Echo, 23. Mai 1951.
[62]
Ebd.
[63]
Aschaffenburger
Volksblatt, 4. Juli 1959. Der Artikel zitiert Otto Gentil, der
„mit einem
leisen Lächeln“ erzählt habe, dass
„jedoch die untere Konsole verkehrt
eingesetzt“ sei.
[64] Main-Echo, 23. August 1960;
Main-Echo Nr. 268,
21. November 1975; die Inschrift von 1925 wurde
zwischenzeitlich wieder
demontiert.
[65]
Main-Echo, 21. November
1975.
[66]
Aschaffenburger Volksblatt,
15. November 1976.
[67]
Ebd.
[68]
KEILMANN; a.a.O., S.
71ff.
[69]
Herbert Rimpl gehörte im
Baustab Speer zu den Architekten mit den weitest reichenden Aufgaben;
er beschäftigte
teilweise bis zu 700 Architekten an verschiedenen Standorten und
leitete damit
das größte Architekturbüro der
Baugeschichte. Neben der Durchführung von
Umgestaltungsplänen für Berlin plante er die Stadt
Salzgitter, Teile des
„Mittelwerk Dora“ und war der Haus- und
Hofarchitekt der Heinkel-Flugzeugwerke,
für die er die Produktionsstätten in Oranienburg und
Rostock errichtete. Nach
dem Zweiten Weltkrieg plante er unter anderem das Bundeskriminalamt,
Wohnungsbauten für das Postministerium sowie die
Fachhochschule
Darmstadt-Dieburg; Literatur siehe: KEILMANN, a.a.O.; DURTH, Werner:
Deutsche
Architekten. Biographische Verflechtungen 1900-1970, München
1992.
[70]
„Ley-Laube“ nach Robert
Ley, der neben seinen Funktionen als Reichsorganisationsleiter der
NSDAP und
Leiter der Deutschen Arbeitsfront von Hitler zum
Reichswohnungskommissar
ernannt worden war. In dieser Funktion war er ab Ende 1943
„Beauftragter für
das Deutsche Wohnungshilfswerk“, mit dem für
Millionen von Bombengeschädigten
auf einfachste Art eine Unterkunft geschaffen werden sollte.
[71]
Aschaffenburger
Volksblatt, 4. Juli 1959.
[72]
Stadt- und Stiftsarchiv
Aschaffenburg, Zeitungsausschnittsammlung: Otto Gentil in Lebensdaten,
o.J.,
o.O.
[73]
POLLNICK, Carsten:
Leidenschaftliches Streben nach der klassischen Form. Vor 110 Jahren
wurde der
Bildhauer und Maler Otto Rudolph Gentil in Aschaffenburg geboren, in:
Main-Echo, 7. August 2002.
[74]
Aus einem Gespräch des
Autors mit dem Restaurator des Stadtmuseums, Herrn Martin
Höpfner.
[75]
Aschaffenburger
Volksblatt, 28. Mai 1955. Der Vorwurf, die Namensplatten seien
für die Terrasse
im Stadtbad verwendet worden, war in einem anonymen Schreiben erhoben
worden.
Der unterzeichnende „alte Gediente“ irrte sich mit
seinem Vorwurf. Das Gerücht,
die Platten lägen im Schwimmbad, hält sich als
moderner Mythos allerdings bis
heute.
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| "Jene, die nichts aus der Geschichte lernen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen." | ||
| George Santayana (1863 - 1952) | ||